„Wir sind ja die Letzten, die noch etwas über die Zeit des Nationalsozialismus sagen können."

Intention

Wie konnte es passieren, dass ein ganzes Volk Hitlers Ideen gefolgt ist, was ja bekanntermaßen in einer Katastrophe endete? Wer heute noch einen Zeitzeugen aus der Hitlerzeit trifft, fragt sich vielleicht: Wie mag das damals gewesen sein?

Ist das auch einer, der Juden erschossen hat? Für die nachfolgenden Generationen, aber auch für uns, ist es schwierig zu sehen, dass es zunächst einmal ein ganz normales Leben gab.“
Das sagte ein 1926 Geborener 2015 beim Dresdner GenerationenTisch – und diese Gedanken leiten die zu besichtigende Ausstellung: „Wie konnte es so weit kommen?“

Den Alltag vor und während der NS-Zeit in den Berichten von Zeitzeugen nachempfindbar zu machen hilft, besser zu verstehen, wie „ganz normale“ Menschen in ein barbarisches System „gerieten“, dort agierten, alltäglich lebten.

Wir Jüngeren können ihnen helfen, diesen Teil ihrer Lebensgeschichte zu bearbeiten – und werden zugleich hoffentlich sensibler für aktuelle Gefährdungen unserer demokratischen Kultur.

Dresdner GenerationenTisch, 2015

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